Über mich
Ich bin Christel
Vom Hof, über viele Jahre für alle da – und irgendwann wieder bei mir selbst angekommen.
Ich bin auf einem Hof groß geworden. Da wurde nicht viel über Gefühle geredet – da wurde gemacht. Für die Tiere, für die Familie, für den Hof. Und das habe ich mitgenommen: erst kommen die anderen, dann komme vielleicht ich.
Das ist mir jahrelang nicht aufgefallen. Es war ja normal.
Der Moment, in dem es mir auffiel
Irgendwann stand ich am Küchentresen und aß den Rest aus der Pfanne, während alle anderen saßen. Und dachte: Wann bin eigentlich ich mal dran?
Nicht traurig. Nicht wütend. Einfach nur überrascht.
Von da an habe ich angefangen hinzuschauen. Und gemerkt: Es geht vielen Frauen so wie mir. Wir haben früh gelernt, dass wir gebraucht werden, wenn wir für andere da sind – und irgendwann läuft das so selbstverständlich, dass wir es gar nicht mehr sehen.
Warum ich schreibe
Weil ich glaube, dass man nichts verändern kann, was man nicht sieht. Und weil ein erzählter Moment aus einem echten Leben oft mehr bewirkt als ein guter Ratschlag.
Meine Texte handeln deshalb fast immer von etwas, das wirklich passiert ist. Von einer Katze an der Bushaltestelle. Vom Trecker, auf den ich nicht durfte. Von der Marmelade, die ich heute noch koche – und den Bohnen, die ich weglasse.
Was ich hier nicht mache: dir sagen, dass ab morgen alles anders sein muss. Das hält sowieso keine drei Tage.
Ganz kurz
- Aufgewachsen auf einem Hof, mit Brüdern, Tieren und viel Arbeit
- Autorin des Begleitbuchs „Zurück zu dir – Wann bin ich mal dran?“
- Ich begleite Frauen, die sich selbst aus den Augen verloren haben
- Backe mein Brot noch immer selbst. Die Bohnen wecke ich nicht mehr ein.
Pass gut auf dich auf. Du bist es wert.
Deine Christel